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Archiv der Spielberichte

6. Spieltag: TSV Münster – Sportfreunde Stuttgart 2:0 (o:0)

 

5. Spieltag: Sportfreunde Stuttgart – Croatia-Zagreb Stuttgart 0:2 (0;1)

Da war mehr drin

Fredi Bobic sieht 0:2-Niederlage der Sportfreunde gegen Croatia-Zagreb

Effektiver geht’s eigentlich nicht: Drei Mal schossen die Akteure des NK Croatia-Zagreb Stuttgart vor den Augen von VfB-Sportdirektor Fredi Bobic aufs Tor der Sportfreunde Stuttgart. Einmal traf Hasan Isbert den Pfosten 60.), einmal hinein ins volle Glück (43). Den dritten Torschuss feuerte Kevin Reinhardt, bedrängt zwar, aber aus kurzer Distanz, ins gedeckte kurze Torwarteck. Kommentar überflüssig.

Trotz der vorangegangenen zwei Niederlagen spielten die Sportfreunde munter mit. Auf der Croatia-Seite standen ohne wenn und aber die besseren Einzelspieler, die Sportfreunde überzeugten dagegen als Team. Allerdings als ziemlich zahnloses. Torschüsse blieben in der ersten Hälfte Mangelware.

Dafür schlugen die Kroaten zu: Kurz vor dem Pausenpfiff zog Hasan Isbert aus 25 Metern aus halblinker Position ab, und der Ball krachte unhaltbar ins lange Eck.

Von einem frühen Platzverweis des Dauermeckerers Osmanovic zogen die Grünen in der zweiten Hälfte zu wenig Nutzen. Und hätte Fredi Bobic neue Spieler gesichtet, wäre er in der Person von Torwart Igor Karacic sicher fündig geworden. Zumal der Mann voll in Fredis Anforderungsprofl gepasst hägtte: über 30, kroatischer Migrationshintergrund… . Jedenfalls wuchs über sich hinaus und parierte zum Teil auch „unhaltbare“ Schüsse. Vielleicht wäre aber auch diese Festung einmal gefallen, hätte sich Kevin Reinhardt nicht jurz vor Schluss nach schöner Einzelleistung durchgedankt. Der Rest war pures Entsetzen.

Nächste Woche wird’s gegen den Liga-Favoriten Münster nicht unbedingt leichter. Es sei denn, die Sportfreunde schaffen es, die vielen individuellen Fehler abzustellen. Aber das ist in der Bezirksliga von einem Aufsteiger wahrscheinlich zu viel verlangt.

Sportfreunde: Neid – Otto, Keil, Hartmann, Rustige – Mutschler, Popp (55. Caro-Bauder), Rustige, Löffler (75. K. Sorensen), Dr. Bökeler (80. Wunsch) – Hannemann, Velikov

Schiedsrichter: Bernd Köder (Steinheim am Albuch)

Tore: 0:1 Isbert (43.), 0:2 Reinhardt (87.)

Rote Karte: Osmanovic (Schiedsrichterbeleidigung/50.)

Schiedsrichter: Jonathan Woldai (Filderstadt)

 

4. Spieltag: Spvgg Feuerbach – Sportfreunde Stuttgart 1:0 (0:0)

 

3. Spieltag:
Sportfreunde Stuttgart – TV Zuffenhausen 0:4 (0:1)

Es gab Zeiten, da spielten die Sportfreunde und Zuffenhausen vor 60.000 Zuschauern im Neckarstadion um den Aufstieg in die Oberliga, damals die höchste deutsche Spielklasse. Damals gewannen die Sportfreunde. Vor deutlich weniger Fans spielten gestern die Sportfreunde gegen den TV Zuffenhausen in der Degerlocher Arena. Und Zuffenhausen erteilte den Grünen eine ganz bittere 0:4 (0:1)-Niederlage. Jetzt weiß der Aufsteiger, was in der Bezirksliga Sache ist.

Auch wenn die Zuffenhausener den Sportfreunden in fast allen Belangen überlegen waren, stand das Spiel doch 80 Minuten lang auf des Messers Schneide. Erst mit dem zweiten Tor der Blau-Schwarzen war die Messe gelesen. Knapp eine halbe Stunde lang konnten die Degerlocher das Spiel völlig ausgeglichen gestalten. Das 1:0 nach einer Ecke und einem vor die Füße des starken Eugen Werner abgewehrten Schuss von Sergio Mavinga schien nicht mehr als ein kleiner Betriebsunfall zu sein – zumal Gregor Rustige knapp fünf Minuten später die Latte traf. Und unmittelbar nach Wiederanpfiff hatte Rustige die Möglichkeit, aus kurzer Entfernung den Ausgleich zu schaffen. Aber „Greg“ zog es vor, statt blank stehen abzuziehen, in Richtung der Herren Velikov und Hannemann zu flanken. Keine glückliche Entscheidung.

In der Folge hatten die Sportfreunde relativ wenig zu melden. Sie konnten kaum mehr agieren, sondern nur noch reagieren. Eine verunglückte Grätsche von Matthias Enichelmayr, viel zu weit vor 16er, öffnete dem eingewechselten Volker Braun den Weg zum Tor. Der Rest war Resignation. Am Dienstag können die Sportfreunde im Pokal beim SV Sommerrain wieder Selbstvertrauen tanken. Das ist im Blick aufs nächste Spiel in Feuerbach auch dringend nötig.

Sportfreunde: Neid – Enichelmayer, Keil, Hartmann, Schimmang – Mutschler, Vogel (80. Karras), Rustige, Löffler (65. Kurz) – Hannemann, Velikov

Tore: 0:1 Weimer (24.), 0:2 Braun (80.), 0:3 Shammak (89.), 0:4 Garziella (90. +2

 

2. Spieltag: VFL Stuttgart – Sportfreunde Stuttgart 0:5 (0:3)


Sportfreunde klettern nach dem 5:0 beim VfL Stuttgart auf Platz 3

Er kam, sah und knipste: In der 25. Minute für den angeschlagenen Kai Strobelt eingewechselt, machte Alexander Kurz mit seinem ersten Ballkontakt das 1:0 für die Sportfreunde und leitete damit den in dieser Höhe nie und nimmer erwarteten 5:0 Sieg beim VfL Stuttgart ein.

Es war das buchstäblich letzte Aufgebot, das Trainer Jürgen Weigold an diesem verregneten Sonntag zusammentrommelte. Fünf Stammspieler mussten passen, weshalb eine Revanche für die Niederlage, die in der letzten Saison den direkten Aufstieg verhinderte, ausgeschlossen schien. Allerdings war auch die VfL-Elf nicht wieder zu erkennen. Und trotz aller Ausfälle traten die Degerlocher als Mannschaft auf, die jetzt völlig überraschend auf Platz 3 der Bezirksliga-Tabelle steht, während der VfL-Torso mit der roten Laterne winkt.

Zurück zum Spiel, zu dieser 26. Minute: Der überragende Todor Velikov schlug einen langen Ball auf Alexander Kurz, der kurzen Prozess machte, sich im Stile eine Kopfballmonsters nach oben schraubte, und Torwart Murat Aksu mit einem unhaltbaren Kopfball bezwang. Bereits zwei Minuten später erkämpfte sich Todor Velikov auf halbrechts den Ball, dribbelte in den Strafraum und überlistete Aksu mit einem gekonnten Heber.

Bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Köder verwalteten die Grünen das Spiel, um dann gleich nach Wiederanpfiff wieder zuzuschlagen: Dr. Ulf Bökeler legte einen Tag nach seinem 36. Geburtstag den Ball Todor Velikov gefühlvoll in die Gasse, und der Bulgare verwandelte sicher. Das Spiel war im Prinzip gelaufen, obwohl der VfL noch einige Chancen hatte, die Irrungen und Wirrungen in der Freunde-Abwehr aber nicht nutzen konnten. Dafür sorgte in der 55. Minute Alex Kurz noch einmal für ein Highlight. Irgendwo zwischen Eckfahne und Strafraum-Ecke sah er, das Murat Aksu zu weit vor seinem Tor stand, und schob den Ball ins lange Eck – ein Tor, das es wert wäre, in die Auswahl zum „Tor des Monats“ aufgenommen zu werden.

Für den Schlusspunkt sorgte der eingewechselte Avdyl Haziraj, der ein dem Verhungern nahen Schüsschen von Ulf Bökeler über die Linie drosch.

Zum nächsten Spiel erwarten die Sportfreunde den TV Zuffenhausen. Und es bleibt zu hoffen, dass Jürgen Weigold bis dahin wieder ein paar Stammspieler aktivieren kann.

Sportfreunde: Neid – Enichelmayer, Keil, Strobelt (26. Kurz), Schimmang –Mutschler, Vogel, Rustige, Dr. Bökeler – Löffler (80. Haziraj), Velikov

Schiedsrichter: Bernd Köder (Steinheim am Albuch)

Tore: 0:1 Kurz (26.), 0:2, 0:3 Velikov (28., 48), 0:4 Kurz (55.), 0:5 Haziraj (88.

1. Spieltag: Sportfreunde Stuttgart – SV Sillenbuch 2:1 (1:1)

Erster Sieg in neuer Liga

Das langgezogene „Bezirksligaah“ von der Aufstiegsfeier hallt noch immer in den Ohren. Jetzt sind die Sportfreunde nicht nur akustisch, sondern auch sportlich in der höchsten Liga des Fußballbezirks Stuttgart angekommen: Zum Auftakt gab’s ein verdientes 2:1 im Aufsteiger-Duell gegen den SV Sillenbuch.

Vor einer – für Sportfreunde-Verhältnisse – gigantischen Kulisse von rund 250 Zuschauern konnte das junge Sillenbucher Team das Spiel nur in der Angangsphase dominieren. Die Sportfreunde mussten sich erst einmal an das höhere Tempo in der neuen Liga gewöhnen – und daran, dass Kapitän Andi Hartmann oder Steffen Otto plötzlich Gegenspieler hatten, die ihnen läuferisch und in Sachen Schnelligkeit das Wasser reichen konnten. So kam das Führungstor der Sillenbucher, aus rund 16 Metern von Kapitän Sebastian Renner erzielt, auch nicht ganz unverdient. Rainer „Ede“ Schöck, einst an der Seite von Guido Buchwald Deutscher A-Jugendmeister mit den Stuttgarter Kickers, kommentierte trocken: „ Etwas bahnschrankenmäßig, der Sportfreund-Keeper.“

Zum Glück für die Freunde ließ die Antwort nicht lange auf sich warten. Todor Velikov, der beim Angeln in seiner bulgarischen Heimat neue Energie gesammelt hatte, scheiterte am gut reagierenden Sillenbucher Torwart Manuel Mümmler, der abgeprallte Ball sprang hoch – ebenso wie der nicht gerade hochgewachsene Jakub Zahlava, der mit einem technisch perfekten Kopfball aus der Drehung einschädelte.

Nach dem Wechsel wechselte Trainer Jürgen Weigold Veit Eberl für Neuzugang Matthias Enichelmayer ein, und mit dem ehemaligen Oberliga-Spieler kam plötzlich System ins Angriffsspiel. Die Chancen für die Degerlocher mehrten sich, Sillenbuch glückte kaum mehr eine zwingende Situation. In der 72. Minute bekam ein Sillenbucher Abwehrspieler einen Freistoß von Steffen Otto irgendwie an die Hand – außerhalb oder innerhalb war die viel diskutierte Frage. Der gut pfeifende Marc Schmidt entschied jedenfalls auf Strafstoß, was zu heftigen Protesten mit abschließendem Platzverweis für Sillenbuchs Trainer Marc Bachhuber führte.

Christian Schimmang ließ sich davon nicht beeindrucken, sondern verwandelte unhaltbar für Mümmler.

Der SVS warf danach noch einmal alles nach vorne, was den Sportfreunden beste Konterchancen einbrachte. Die beste versemmelte der eingewechselte Gregor Rustige freistehend aber immerhin sehr knapp. Das war’s dann auch, der erste Dreier in der Bezirksliga durfte gefeiert werden.

Sportfreunde: Neid – Otto, Keil, Hartmann, Schimmang – Herm-Zahlava (80. Haziraj), Mutschler, Vogel , Enichelmayer (46. Eberl) – Hannemann, Velikov (70. Rustige)

Schiedsrichter: Marc Schmidt (Sonnenbühl)

Tore: 0:1 Renner (30.), 1:1 Herm-Zahlava (35.), 2:1 Schimmang (73., HE)

Fussballsaison 2013 / 2014 Bezirksliga Suttgart

 

 

 

 

Sportfreunde Stuttgart – Sport Kultur Stuttgart 2:1 (1:1)

Kulturschock auf Degerlochs Höhen

Sportfreunde schicken Sportkultur I mit einem 2:1 (1:1) in die Kreisliga B

Des einen Freud’ des anderen Leid: Endlich wieder auf heimischem Rasen spielten die nach wie vor stark ersatzgeschwächten Sportfreunde plötzlich eine Klasse besser und besiegte die erste Mannschaft von Sportkultur Stuttgart (vormals VfL Wangen) in die Kreisliga B. Für die Wangener war dies ein wahrer Kulturschock, wähnten sie sich doch noch vor drei Wochen in Sicherheit. Doch plötzlich startete die bereits tot gesagte Zweite von Plattenhardt eine Siegesserie mit Ergebnissen, die schon fast an Handball erinnerten. Nicht wirklich glücklich war, dass Plattenhardt am letzten Spieltag bereits um 13:15 kickte und danach noch die Zeit fand, in die Sportfreunde-Arena zu kommen und die Platzherren lautstark anzufeuern.

Über das Spiel gibt es nicht viel zu sagen: Der Sieg nach einem schönen Kopfballtreffer von Avdyl Hasiraj nach Freistoß und einem nicht wirklich absichtlichen Kunstschuss von Peter Löffler war verdient. Jetzt kommt es am nächsten Samstag in Weilimdorf (16 Uhr) zum ersten Relegationsspiel gegen den Sieger aus der Partie ASV Botnang gegen Bernhausen. Sollten die Grünen diese Partie für sich entschieden können, spielen sie eine Woche später gegen die SG West, den Viertletzten aus der Bezirksliga, um den Aufstieg.

Sportfreunde: Neid – Rojas (82. Möller) – Schlabitz, Otto, Keil, Mammutovic – Mutschler, Hasiraj – Löffler, Dinkelacker – Velikov

Schiedsrichter: Klaus-Peter Bachhuber

Tore: 0:1 (20.), 1:1 Hasiraj (42.), 2:1 Löffler (46.)

TSV Uhlbach – Sportfreunde Stuttgart 7:0 (2:0)

Sogar der Wein wurde sauer

Nach dem 0:3 in Plattenhardt dachte man eigentlich, dass es schlechter nicht geht. Es geht: In Uhlbach verloren die Sportfreunde auf der idyllischen Anlage inmitten der Weinberge 0:7. Und dem Vernehmen nach wurde dabei sogar der gute Uhlbacher Wein sauer. Die Hausherren retteten sich mit diesem Kantersieg ans sichere Ufer.

Trainer Jürgen Weigold ließ zum Spiel auf dem ungeliebten Kunstrasen so etwas wie das allerletzte Aufgebot einlaufen. Der Montenegriner Aladin Mammutovic feierte sein Sportfreunde-Debüt, mit Abwehrchef und Kapitän Andreas Hartmann, Steffen Ocho und Christian Schimmang fehlte fast die komplette Abwehr. Und auch das Mittelfeld wird in dieser Besetzung wohl nicht mehr antreten. Es war deutlich zu sehen, dass den meisten Sportfreunde-Akteuren die Bindung zum Spiel fehlte. Lediglich US Boy Cole Conrad als rechter Back und mit Abstrichen Tobias Mutschler auf der sechs konnten ihre Leistung abrufen.

Die Angreifer agierten wie schon am letzten Spieltag viel zu umständlich. Echte Torchancen blieben daher fast zwangsläufig aus. Gut dass der Relegationsplatz um den Aufstieg in die Bezirksliga schon seit zwei Wochen gesichert ist. Allerdings müssen sich die Sportfreunde in den Relegationsspielen alter Tugenden besinnen.

Über das Spiel in den Weinbergen aber möchte der Berichterstatter den gnädigen Mantel des Schweigens decken.

Uhlbach: Nerz, B. – Weiß, Geiger, Bubeck K., Feike – Hasenrichter, Bacher, Bubeck, R. Krebber, Nerz, M. – Huppert

Sportfreunde: Neid – Conrad, Rösch, Popp, Rustige – Mutschler, Eisenmann – Mammutovic (75. Rojas), Hasiraj, Löffler – Velikov

Schiedsrichter: Kevin Bischoff

Tore: 1:0 Huppert (8.), 2:0 Rösch ((18./ET), 3:0 Nerz (50.), 4:0 Hasenrichter, L. (70.), 5:0 Nerz (80.), 6:0 Huppert (84./FE), 7:0 Hasenrichter (88.)

TSV Plattenhardt II – Sportfreunde Stuttgart 3:0 (2:0)

Sportfreunde verlieren in Plattenhardt 0:3

Rainer Jülich, Mitglied der Abteilungsleitung der Sportfreunde brachte es auf den Punkt: „Wenn du die ein schlechtes Spiel pro Saison aussuchen kannst, dann solltest du dieses nehmen.“ Beim 0:3 gegen die abstiegsgefährdete Plattenhardter Zweite boten die Degerlocher in der Tat die schlechteste Leistung der Saison.

Dabei fing auf dem eklig schnellen, rutschigen und ohnehin ungeliebten Kunstrasen alles an wie gewohnt: Die Sportfreunde ließen Ball und Gegner laufen, erspielten sich eine Großchance nach der anderen. Doch anstatt konsequent den Weg zum Tor zu suchen, wurde praktisch jede aussichtreiche Situation vertändelt. Statt zu schießen übte die Offensivabteilung vor dem Abschluss noch den Querpass.

Nach zwei bösen Abwehrschnitzern stand’s plötzlich 2:0 für die Hauherren, was die ohnehin steif gefrorenen Sportfreunde noch in eine Art zusätzliche Schockstarre versetzte. Mehr ist zu diesem Spiel nicht zu sagen.

Sportfreunde: Neid – Conrad, Otto, Hartmann, Schimmang (45. Haziraj) – Rustige, Mutschler – Popp, Hannemann, Eisenmann – Velikov (70. Löffler)

Schiedsrichter: Stefan Mafridis

Tore: 1:0 (20.), 2:0 (31.), 3:0 (90.)

Sportfreunde Stuttgart – TV Zazenhausen 5:0 (3:0)
Das letzte Sportfreunde-Aufgebot besiegte den TV Zazenhausen 5:0

Man schrieb den 11. August 480 v. Chr.: Spartas König Leonidas stemmte sich bei den Thermopylen, einem damals nur 15 Metern breiten Engpass, mit 300 spartanischen Hopliten rund 250.000 Persern entgegen. Am 20. Mai 2013 boten 14 extrem ersatzgeschwächte aber hoch motivierte Sportfreunde dem Gegner aus Zazenhausen die Stirn. Auf einer Siegerstele bei den Thermopylen heißt es „Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν Λακεδαιμονίοις ὅτι τῇδεκείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι,“ was Friedrich Schiller mit „Wanderer kommst du nach Sparta, verkünde dorten, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl“ übersetzte.

Auf eine Stele der Sportfreunde-Arena sollte denn auch „Fremder, kommst du nach Stuttgart, verkünde dorten, du habest uns siegen gesehen“ eingraviert werden. Denn nach einer über weite Strecken brillanten Leistung gingen die Sportfreunde Stuttgart nicht wie weiland Leonidas unter, sondern verließen mit einem auch in dieser Höhe verdienten 5:0 (3:0) über den TV Zazenhausen den Rasen und haben damit ihren Platz in der Aufstiegsrunde in die Bezirksliga sicher.

Fünf Spieler fehlten im Vergleich zur letzten Woche, so dass Sportfreunde-Coach Jürgen Weigold, der eher der Not als eigenem Triebe gehorchend jetzt schon 38 Spieler in der ersten Mannschaft eingesetzt hat und dafür auch wieder tief in die Wundertüte greifen musste. Heraus zauberte er Polizei-Hauptkommissar Kai Strobelt, der in der Innenverteidigung eine solide Partie ablieferte, den fast 42 Jahre alten Bäckermeister Alex Bauer, der im defensiven Mittelfeld noch fast eine halbe Stunde mit gewohnter Härte zur Sache ging, und US Boy Cole Conrad, der als rechter Back eine tadellose Leistung bot und ballsicher von Abwehr mit schnellen und exakten Pässen direkt auf Angriff umschaltete. Da auch Todor Velikov im Angriffszentrum immer besser in Schwung kommt und Tobias Mutschler im Mittelfeld immer souveräner die Fäden zieht, sah das Spiel der Degerlocher tatsächlich aus wie Fußball. Und es ist den Zazenhausenern (Werner Kraft, einer von Stuttgarts großen Fußball-Weisen: „Lieber ein Zelt auf dem Schlossplatz als ein Schloss in Zazenhausen“) hoch anzurechnen, dass sie bis zum Schlusspfiff des überragenden Schiedsrichters Denis Szczesniak sportlich fair agierten.

Das 1:0 durch Avdyl Haziraj fiel nach einem schnellen Konter über Todor Velikov bereits in der 8. Minute, das 2:0 markierte der Bulgare nach einem sensationellen Mutschler-Pass in die Gasse neun Minuten später. Mit einem aufs lange Eck getretenen Freistoß traf Kapitän Christian Schimmang zum 3:0 (32.). Nach der Pause war es wieder der Kapitän, der einen Elfmeter (Foul an Hendrik Eisenmann nach einem Abschlag von Ralph Hoffmann) sicher verwandelte (65.). Den Endstand stellte Todor Velikov nach einer schönen Einzelleistung und klugem Zuspiel von Hendrik Eisenmann vier Minuten vor Schluss her.

Sportfreunde: Hoffmann – Conrad, Otto, Strobelt, Schimmang – Karras (52. Kurz), Mutschler, Dr. Bökeler, Eisenmann – Haziraj (70. Baur), Velikov (86. Möller)

Schiedsrichter: Denis Szczesniak

Tore: 1:0 Haziraj (8.), 2:0 Velikov (17.), 3:0 Schimmang (32.), 4:0 Schimmang (65./FE), 5:0 Velikov (86.)

Die Zweite Mannschaft spielte mal wieder völlig desolat und verlor mit 1:6

VFB Obertürkheim – Sportfreunde Stuttgart 2:2 (0:1)

Sportfreunde führten zwei Mal in Obertürkheim

Es gibt Vereine, zu denen fährt man gerne zum Auswärtsspiel. Der VfB Obertürkheim gehört nicht dazu. Das liegt nicht nur daran, dass sich der VfB durch fragwürdige Aussagen vor dem Verbandsgericht ein 3:0 gegen Sportfreunde erschlich. Es geht auch darum, mit welchen Mitteln die Verantwortlichen der Obertürkheimer versuchen, spielerisch starken Mannschaften den schönen Rasenplatz zu verwehren und sie statt dessen auf den eklig harten Aschenplatz zu schicken. Und es geht darum, wes Geistes Kind die einheimischen Fans sind. Die Oberschreier, zu denen auch ausgewechselte Spieler gehörten, schienen komplett der geschlossenen Anstalt entlaufen. Unter solchen Rahmenbedingungen kann Fußball keinen Spaß machen.

Das alles soll keine Entschuldigung für das 2:2 (0:1) sein, das sich die Sportfreunde größtenteils selbst zuschreiben müssen. Das Unentschieden sichert zwar schon jetzt den Relegationsplatz, aber es war so unnötig wie ein Kropf. Zweimal führten die Degerlocher durch Tore des hochzeitgeschädigten Dominic Hannemann (satter Schuss aus 20 Metern) und Todor Velikov (Nachschuss), zweimal mussten sie den Ausgleich durch Konter hinnehmen. Bitter war vor allem das 2:2, das aus einem Luftloch des sonst so zuverlässigen und technisch versierten Christian Schimmang resultierte. Der VfB spielte den freien Ball schnell nach vorne, wo sich der soeben für den verletzten Sebastian Neid eingewechselte Freunde-Keeper Ralph Hoffmann plötzlich zwei Gegnern und nur einem Sportfreund gegenüber sah. Gegen den platzierten Flachschuss des jungen Rumänen Pascal Ionescu war der ehemalige Ludwigsburger machtlos.

Kein Wunder, dass Sportfreunde-Coach Jürgen Weigold einen Hals hatte: „Das war undiszipliniert und unprofessionell. Es können doch nicht plötzlich alle Mittelfeld- und Abwehrspieler nach vorne stürmen…“

Offensichtlich hatten das „Vorspiel“, die Nickligkeiten der Gegner und die hirnlosen Kommentare einiger Zuschauer für zu viel Adrenalin bei den Sportfreunden gesorgt. Sie wollten den Gegner demütigen und vergaßen dabei jede Ordnung – ansonsten die Stärke der Degerlocher, die auch noch einige gute Chancen nach dem 2:1 liegen ließen. Wäre beispielsweise dem alleine vor VfB-Keeper Hosalka auftauchenden Dominik Rösch in der 72. Minute das 3:1 geglückt, hätten die Zuschauer pöbeln können solange es ihre Stimmbänder hergegeben hätten.

Erfreulich war auf jeden Fall, dass die lange verletzten Hendrik Eisenmann und Sebastian Sachs wieder an Bord waren. Nichtsdestotrotz müssen die Sportfreunde auf einen Ausrutscher von Tabellenführer VfL Stuttgart hoffen, wollen sie doch noch als Erste durchs Ziel.

Sportfreunde: Neid (80. Hoffmann) – Otto, Popp, Keil, Schimmang – Rustige (85. Löffler), Mutschler – Rösch, Hannemann, Velikov (82. Sachs) – Eisenmann

Schiedsrichter: Felix Schäk

Tore: 0:1 Hannemann (20.), 1:1 Pereira (60.), 1:2 Velikov (68.), 2:2 Ionescu (81.)

Sportfreunde Stuttgart – Eintracht Stuttgart 3:1 (0:0)

Beim 3:1 gegen die Eintracht vergaben die Degerlocher Chancen im Minutentakt

Fachleute wissen, dass der Begriff „Derby“ auf ein mittelalterliches Sportereignis in der Grafschaft Derbyshire in den East Midlands Englands zurückgeht. Die Großmutter aller Derbys fand 1866 in Nottingham zwischen Nottingham Forest und Notts County statt. Die Mutter aller Derbys aber stammt aus Degerloch, wo einst die Kickers, damals noch auf dem Parkplatz vor dem Gazi-Stadion beheimatet, in der höchsten deutschen Spielklasse auf die Sportfreunde trafen (und verloren). Heute findet der Degerlocher Clásico zwischen den Sportfreunden und der Eintracht statt. Beide Vereine liegen nur knapp 150 Meter auseinander. Spielerisch aber trennen die Clubs derzeit Welten.

Während die Sportfreunde um den Aufstieg in die Bezirksliga spielen, kämpft die Eintracht gegen den Abstieg aus der Kreisliga A, was im jüngsten Clásico nicht zu übersehen war. 3:1 (0:0) siegten die Freunde, und niemand hätte sich gewundert, wenn das Spiel 6:0 ausgegangen wäre. Zu überlegen agierte die Elf von Trainer Jürgen Weigold, vergab aber vor allem in der zweiten Hälfte Chancen im Minutentakt.

Es war das letzte Aufgebot, das Coach Weigold ins Derby gegen den Nachbarn schickte. Vor allem Kapitän und Abwehrchef Andreas Hartmann fehlte mit seiner Schnelligkeit und seinem guten Stellungsspiel an allen Ecken und Enden. Aber nachdem der Heidenheimer schon nach seinem Polterabend und dem Junggesellenabschied aufgelaufen war, hatte er drei Tage vor seiner Hochzeit keine Chance, auf einen Ausflug nach Stuttgart. Da auch Innenverteidigerkollege Philipp Keil ausfiel, stand die Abwehr nicht so stabil wie sonst – obwohl Torsten Popp und Steffen Otto einen soliden Part in der Defensiv-Zentrale spielten. Die wenigen Chancen der Eintracht resultierten allerdings aus leichtsinnigen Fehlpässen, wobei dem Anschlusstreffer der Nachbarn durch Martin Reichert eine nicht geahndete Abseitsposition voranging.

Apropos Abseits. Das einzige, was die Eintracht den Sportfreunden entgegenzusetzen hatte, war eine gut aufgebaute Abseitsfalle, in der die Stürmer im weißen Trikot vor allem in der ersten Hälfte immer wieder hineintappten. In der 47. Minute half dann aber auch keine Abseitsfalle: Ecke Christian Schimmang und der für den verletzten Dirk Schlabitz (erste Diagnose der Doktores Ulf Bökeler und Andreas Möller: Nasenbeinbruch) eingewechselte Avdyl Haziraj stand goldrichtig und köpfte den Ball ins Netz. Der schnelle Albaner entpuppte sich danach schnell als Edeljoker. Fast jeder Angriff lief jetzt über den rechten Flügel, wo der 23-Jährige seine Schnelligkeit ausspielen konnte. Das 2:0 aber bereitete – ebenfalls von rechts – Dominik Rösch vor. Sein Pass in die Mitte landete bei Doc Bökeler, der noch an Torwart Sven Conradt scheiterte, der gegen den Nachschuss von Domi Hannemann dann aber chancenlos war (51.). Danach kontrollierten die Sportfreunde das Spiel bis auf den Aussetzer von Abwehr und Schiedsrichter Dorca beim 2:1. Elf Minuten vor Schluss machte dann Todor Velikov alles klar, nachdem zuvor Ulf Bökeler, Dominic Hannemann und Tobias Mutschler den Ball nicht im Netz unterbringen konnten.

Am Sonntag treten die Sportfreunde beim VfB Obertürkheim an, mit dem sie noch ein Hühnchen zu rupfen haben. Durch einen Entscheid am grünen Tisch nach einem nicht wirklich fairen Einspruch des VfB hatte der WFV den Freunden ein Nachholspiel (wegen vom Schiedsrichter anerkannter Unbespielbarkeit des Platzes) versagt und stattdessen Untertürkheim zum Sieger erklärt. Mit den möglichen drei Punkten aus einem Nachholspiel würden die Sportfreunde normalerweise an der Tabellenspitze thronen. So müssen sie – eigene Siege vorausgesetzt – auf einen Ausrutscher des VfL Stuttgart warten, wollen sie direkt in die Bezirksliga aufsteigen. Der Relegationsplatz ist den Degerlochern schon jetzt kaum mehr zu nehmen.

Sportfreunde: Neid – Schlabitz (45. Haziraj), Popp, Otto, Schimmang – Rösch, Mutschler – Rustige, Hannemann, Dr. Bökeler – Velikov (82. Conrad)

Schiedsrichter: Narcis-Marcel Dorca

Tore: 1:0 Haziraj (47.), 2:0 Hannemann (51.), 2:1 Reichert (76.), 3:1 Velikov (79.)

Die Zweite Mannschaft verliert mit 2:9 gegen Makedonia…mehr gibt es dazu nicht zu sagen

Beograd Stuttgart – Sportfreunde Stuttgart 0:1 (0:0)

In einem über weite Strecke sehr schwachen Spiel der Sportfreunde, konnte jedoch Peter als Joker das goldene Tor erzielen.

Sportfreunde Stuttgart – TSV Plattenhardt II 5:1 (2:1)

Beschwingter Tanz in den Mai

Im letzten Nachholspiel schlagen Sportfreunde den TSV Plattenhardt II 5:1

Für Freunde des Maientanzes lag der Nachholtermin gegen den TSV Plattenhardt II denkbar ungünstig: Erstens 1. Mai, zweitens Anpfiff 13:15 Uhr – für einige Sportfreunde war das mitten in der Nacht. Vor allem für Kapitän Andreas Hartmann, der am Vorabend unter anderem mit Dominic Hannemann seinen Polterabend bis 5 Uhr in der Früh feierte. Zum Glück hatte sich Dominics Mutter bereit erklärt, die beiden Feierbiester von Heidenheim in die Landeshauptstadt zu kutschieren. Trotz der vorangegangenen Strapazen hängten sich die Jungs von der Ostalb beim 5:1 (1:1) im letzten Nachholspiel voll rein. Das ist vorbildlicher Sportsgeist.

Vorbildlich war auch, wie die Mannschaft den Ausgleich der Plattenhardter Kellerkinder nach der Führung von Gregor Rustige (satter Schuss von halbrechts nach blendender Vorarbeit von Jakub Herm-Zahlava und Todor Velikov) wegsteckte. In der Folge pumpten einige Sportfreunde zwar wie Maikäfer, besannen sich in der zweiten Hälfte aber ihrer Spielkultur und baten die Jungs aus Filderstadt zu einem flotten Tänzchen auf dem frisch gemähten und ordentlich bespielbaren Rasen.

Bereits in der 52. Minute krönte Todor Velikov seine gute Leistung mit dem 2:1 auf Vorlage von Gregor Rustige, der sechs Minuten später auf 3:1 erhöhte. Sehenswert das 3:1 durch Tobias Mutschler, der bei einem Freistoß gedankenschnell erkannte, dass der Ball frei war und aus rund 25 Metern unhaltbar einschoss. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Niko Karras auf Vorarbeit von Kuba Zahlava.

Vor den letzten sieben Spielen hat die Tabelle nun endlich wieder Aussagekraft. Auch wenn die Sportfreunde drei Punkte und drei Tore (in der Differenz) weniger haben als Tabellenführer VfL, können sie doch mit einiger Zuversicht den Endspurt angehen. Natürlich müssen sie ihre Spiele gewinnen und auf einen Ausrutscher des Kontrahenten hoffen, aber während der VfL noch gegen fast alle schweren Gegner antreten muss, gelten die Aufgaben für die Degerlocher leichter lösbar – vorausgesetzt die Mannschaft zeigt den gleichen Sportsgeist wie am Tag der Arbeit.

Sportfreunde: Hoffmann – Otto, Hartmann, Keil, Schimmang – Rösch (85. Dinkelacker), Mutschler – Rustige (70. Karras), Hannemann, Herm-Zahlava – Velikov (80. Löffler)

Schiedsrichter: Rainer Weinle

Tore: 1:0 Rustige (12.), 1:1 Seyfried (20.), 2:1 Velikov (52.), 3:1 Rustige (58.), 4:1 Mutschler (63.), 5:1 Karras (85.)

Nachholspiel: Sportfreunde Stuttgart – FK Beograd Stuttgart 4:0 (1:0)

Hendrik Eisenmann gelingt beim 4:0 der Sportfreunde gegen Beograd ein lupenreiner Hattrick

Dass es Hendrik Eisenmann im Kopf hat, ist nicht unbekannt: mit 19 Einserabitur am Ev. Heidehof-Gymnasium, mit 24 Diplom in Wirtschaftswissenschaften an der Elite-Uni Hohenheim, mit 29 ein Direktorenposten in Baden-Württembergs größter Bank, mit 30 Doktorand und mit 31 d a s Kopfballungeheuer der Sportfreunde Stuttgart. Beim 4:0 im Nachholspiel erzielte der große Blonde drei Tore in Folge – zwei davon mit dem Kopf. Damit stehen die Degerlocher punkt- und tordifferenzgleich gemeinsam mit dem VfL Stuttgart an der Tabellenspitze der Kreisliga A. Aufstiegsgefahr.

Nach einem klaren Sieg sah es in der Sandkuhle des Sportfreunde-Aschenplatzes aber lange nicht aus. Die Serben spielten gut mit und setzen die Grünen gehörig unter Druck. Unbegreiflich, dass diese in akuter Abstiegsgefahr ist. Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnten sich die Freunde aus der Umklammerung lösen und kamen nach einer feinen Einzelleistung von Dominic Hannemann zum 1:0 (40.)

In der zweiten Hälfte machte Beograd wieder gewaltig Druck, das Spiel drohte zu kippen, als der eingewechselte Hendrik Eisenmann seinen großen Auftritt hatte: 67. Minute Freistoß Christian Schimmang von der rechten Strafraumecke, Kopfball Eisenmann, 2:0. Vier Minuten später eine fast identische Situation – 3:0. Wiederum vier Minuten später eroberte der lange Doktorand in der serbischen Hälfte, ein kurzer Schlenker und ein überlegter Flachschuss – 4:0. Hätte er ebenfalls stark auftrumpfende Jakub Herm-Zahlava in der 80. Minute den Winkel nicht um wenige Zentimeter gefehlt, hätten die Sportfreunde die alleinige Tabellenführung feiern können.

Spätestens nach dem 2:0 spielten sich die Degerlocher mit gekonntem Direktspiel in eine Art Rausch. Auf den Zuschauerrängen waren sich der verletzte Anadalusier Augusto Velázquez und der ebenfalls noch verletzte schwäbische Ire Louk Sorensen, der in Barcelona seinen Highschool-Abschluss gemacht hat einig: „Tiki-Taka-Fußball vom Feinsten.“

Da der ausgezeichnet und rigoros pfeifende Schiedsrichter Rainer Lazartzyk jegliche Härte unterband, konnte sich trotz des ungeliebten Untergrunds und diffusen Beleuchtung ein sehenswertes Spiel entwickeln. „Besser als die Kickers“, lautete der Tenor der Experten, was auch daran lag, dass jeder Sportfreunde-Akteur hervorragende Arbeit ablieferte. So kann’s weiter gehen.

Sportfreunde: Neid – Rustige (74. Schlabitz), Otto, Hartmann, Schimmang – Popp, Mutschler – Karras, Hannemann, Herm-Zahlava (82. Kurz) – Velikov (45. Eisenmann)

Schiedsrichter: Rainer Lazartzyk

Tore: 1:0 Hannemann (40.), 2:0 (67.), 3:0 (71.), 4:0 (75.) Eisenmann

Nachholspiel der Zweiten Mannschaft: Sportfreunde Stuttgart – SV Prag Stuttgart 1:3 (1:1)

 

 

15. Spieltag: PSV Stuttgart – Sportfreunde Stuttgart 0:1 (0:1)

Sportfreunde siegen beim PSV 1:0

Es gab Zeiten, da fielen bei Sportfreunde-Spielen die Tore wie reife Früchte. Diese Zeiten scheinen erst mal vorbei: Beim PSV im Schatten des Daimler-Stadions siegten die Degerlocher mit dem knappsten aller Ergebnisse. Immerhin fiel das entscheidende Tor diesmal nicht in letzter Sekunde, sondern bereits in der Anfangsphase.

Ein 40-Meter-Pass vom „Langholz-Experten“ Christian Schimmang landete in der 8. Minute im PSV-Strafraum, Niko Karras stocherte ein wenig herum, das Leder kam zu Sebastian Sachs, der sich die Chance nicht entgehen ließ. In der Folge bestimmte das Team von Trainer Jürgen Weigold das Geschehen, konnte sich bis zum Pausenpfiff des sehr guten Schiedsrichters Dusan Raseta (VfB Stuttgart) aber keine zwingende Chance mehr erarbeiten.

Die zweite Hälfte begann mit einem Schock: Basti Sachs kam im gegnerischen Strafraum zu Fall, versuchte, den Sturz abzufangen und blieb liegen. Physio-Guru Claus Kuhn, in den 70er-Jahren Masseur beim VfB Stuttgart, diagnostizierte einen Bänderriss am linken Sprunggelenk.

Für Sachs ging der bislang im Mittelfeld auffällig agierende Neuzugang Todor Borislavov in die Spitze, Jakub Herm-Zahlava wechselte auf die 10. Allerdings hing der junge Bulgare meist in der Luft, da den Sportfreunden die Passgenauigkeit fehlte und sie dieses Manko mit langen Bällen zu beheben versuchten

In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Frido Gutknecht noch eine Großchance, doch der Kickers-Manager vergab freistehend.

Sportfreunde: Neid – Schlabitz, Keil, Hartmann, Schimmang – Karras (80. Gutknecht), Rustige, Popp, Borislavov – Herm-Zahlava – Sachs (47. Kurz)

Schiedsrichter: Dusan Raseta

Tor: 0:1 Sachs (8.)

Rot: Lehmann (72./Tätlichkeit)

Die zweite Mannschaft verlor völlig verdient mit 3:4 nachdem sie schon 1:4 hinten lagen

14. Spieltag: Sportfreunde Stuttgart – Metanastis Stuttgart 3:2 (1:1)

Grieche ärgert Griechen

Sportfreunde siegen gegen Ermis durch ein Last-Minute-Tor 3:2

Die Sportfreunde Stuttgart sind im Jahr 2013 offensichtlich die Mannschaft der letzten Sekunden: Nach Last-Minute-Toren gegen Uhlbach und Sport-Kultur traf Tobias Mutschler Sekunden vor dem Abpfiff des guten Schiedsrichters Philipp Haacke zum 3:2 (1:1) gegen den Griechischen Fußball Verein Ermis Metanastis. Vorangegangen war eine Balleroberung des Sportfreunde-Griechen Nico Karras, der schon das zwischenzeitliche 2:1 durch Domi Hannemann mit einer Zuckerflanke nach sehenswertem Flügelsprint vorbereitet hatte.

Bezirksliga-Absteiger Ermis war im Vergleich zum 2:8-Vorrunden-Debakel gegen die Freunde nicht wiederzuerkennen. Offensichtlich auf zentralen Positionen verstärkt, gingen sie das für die Kreisliga A erstaunlich hohe Tempo der Degerlocher scheinbar mühelos mit. So konnte Sportfreunde-Trainer Jürgen Weigold froh sein, mit Veit Eberl und Jakub Herm-Zahlava wieder auf zwei seiner „Tennis-Jungs“ zurückgreifen zu können, die in der Offensive für mehr Dampf als in den letzten Spielen sorgten.

Aber des waren die Griechen, die in der 15. Minute auf dem zwar holprigen aber doch einigermaßen ordentlich bespielbaren Platz durch Lambros Demos in Führung gingen. Torwart Sebastian Neid machte dabei nicht die allerglücklichste Figur. Möglich, dass der Ball just in dem Moment versprang, in dem Seba mit dem Fuß klären wollte. Aber bereits im Gegenzug bügelte Jakub Herm-Zahlava, der erst am Mittwoch aus dem warmen Miami in die Kühlkammer Degerloch zurückgekehrt war, nach Vorarbeit von Gregor Rustige und Veit Eberl den Fehler wieder aus. Der gute Griechen-Keeper Dimitrios Anastasiadis konnte einen Schuss von Veit Eberl nur abklatschen, und „Kuba“ stand goldrichtig.

In der zweiten Hälfte vergaben die Sportfreunde etliche gute Chancen durch Veit Eberl, Domi Hannemann und Torsten Popp. Allerdings wurde auch die Defensiv-Abteilung etwas nachlässig, stand nicht mehr eng genug bei den Männern, so dass auch die Griechen zu Chancen kamen. Zehn Minuten vor Schluss kam dann der große Auftritt des Nikolaos Karras. Der Doktorand sprintete auf links auf und davon, als hätte er die Flügelschuhe des altgriechischen Götterboten Hermes an den Füßen, flankte präzise auf den Elfmeterpunkt und fand in Domi Hannemann einen dankbaren Abnehmer für seine Zuckerflanke. Nach Sprint, Flanke und anschließendem Jubel waren besorgte Sportfreunde-Fans allerdings geneigt, ein Sauerstoffzelt auf den Platz zu tragen.

Aber dafür fehlte die Zeit. Denn schon zwei Minuten später wurde das Spielgerät zum Flummi, sprang zwischen Demos und zwei Sportfreunden wild hin und her, ehe es 16 Meter vor dem Tor erst auf dem Kopf, dann auf dem Fuß des Griechen landete – 2:2.

Mit letzter Kraft warfen die Sportfreunde danach fast alles nach vorne. In der Nachspielzeit eroberte Nico Karras irgendwie den Ball, der auf Irrwegen zu Tobias Mutschler kam, der sich die ihm unverhofft bietende Chance nutzte.

Sportfreunde: Sebastian Neid – Gregor Rustige, Andreas Hartmann, Philipp Keil, Christian Schimmang – Dr. Ulf Bökeler (65. Nico Karras), Tobias Mutschler – Torsten Popp, Veit Eberl, Jakub Herm-Zahlava – Dominic Hannemann.

Tore: 0:1 Demos (15.), 1:1 Herm-Zahlava (16.), 2:1 Hannemann (80.), 2:2 Demos (82.), 3:2 Mutschler (90. +2).

Die Zweite Mannschaft kam zur ihrem 2. Saisonsieg nach einem eher schwachen Spiel zweier schwachen Mannschaften. Endergebnis 1:0 Torschütze Franz Rustige

13. Spieltag: TB Untertürkheim – Sportfreunde Stuttgart 0:1 (0:1)

Poppi „poppte“ TBU

Sportfreunde siegen bei TB Untertürkheim 1:0

Effektiver geht’s nicht: Drei Tore in drei Spielen geschossen und sieben Punkte geholt. Beim Turnerbund Untertürkheim siegten die Degerlocher Minimalisten durch einen frühen Treffer von Torsten Popp, der sich diesen Treffer durch seine unermüdliche Laufarbeit auch redlich verdient hat.

Poppi als alleinige Spitze vor einem massiven Mittelfeld– die Rechnung von Sportfreunde-Coach Jürgen Weigold ging auf. Darüber hinaus stand die Abwehr um Kapitän Andreas Hartmann erstklassig. Und ganz hinten tauchte ein neues Gesicht im Sportfreunde-Trikot auf – Ralph Hoffmann, mittlerweile 42 Jahre alt und seit zwei Jahren ohne Spielpraxis. Dennoch strahlte der ehemalige Landesliga-Keeper enorme Sicherheit aus, erwies sich als fangsicher und pflückte jede hohe Flanke scheinbar mühelos herunter. Und seine Abschläge fanden fast immer ihren Mann und dienten daher als gekonnte Spieleröffnung.

Allein schon aufgrund der starken Abwehrleistung war der Sieg der Degerlocher hoch verdient. Schließlich konnte die TBU keine einzige echte Torchance für sich verbuchen. So richtig viele Chancen hatten auch die Sportfreunde nicht, aber sie erwiesen sich im Verwalten den knappen Vorsprungs wahrlich meisterlich.

Herausheben kann man bei dieser geschlossenen Mannschaftsleistung keinen Spieler. Ein Sternchen verdiente sich neben dem Torschützen aber auch Ulf Bökeler. Der Doc erinnerte auf der linken Außenbahn mit seinem Laufpensum an das Duracell-Häschen und glänzte immer wieder mit präzisen Flanken.

Sportfreunde Stuttgart: Hoffmann – Keil (75. Ocho), Schlabitz (75. Velázquez), Hartmann, Schimmang – Rustige, Keil (40. Löffler) – Hannemann (85. Kurz), Rösch, Dr. Bökeler – Popp

Tore: 0:1 Popp (6.)

Die Zweite Mannschaft verlor, nach einer 2:1 Führung zur Halbzeit noch mit 2:3. Torschützen, Bobo und Manu Best

 

12. Spieltag: Sportfreunde Stuttgart – TSV Uhlbach 1:1 (0:0)

Ausgleich in der Nachspielzeit
Sportfreunde und Uhlbach trennen sich 1:1

Was wären die Sportfreunde ohne ihre beiden Tennis-Viertligaspieler aus Heidenheim: Gegen Sportkultur traf Dominique Hannemann in letzter Sekunde zum 1:0, gegen Uhlbach netzte der überragende Kapitän Andreas Hartmann in der 2. Minute der Nachspielzeit nach einem Zucker-Freistoß von Christian Schimmang zum hoch verdienten 1:1-Ausgleich ein.
In den 92 Minuten davor hatten die Freunde etliche hochkarätige Chancen versemmelt. Bereits nach zehn Minuten verfehlte Torsten Popp den Ball in aussichtsreicher Position mit dem Kopf. Und Hendrik Eisenmann traf freistehend nur die Unterkante der Latte (55.), 20 Minuten später segelte der lange Doktorand unter einem Freistoß von Schimmi Schimmang durch. Das waren die klarsten
Chancen auf dem tiefen und schwer bespielbaren Boden.
Anstatt „Langholz“ zu schlagen, versuchten die Grünen immer wieder mit gefälligen Kombinationen nach vorne zu kommen. Aber immer wieder versprang der Ball, oder es wurde einfach zu kurz und pussimäßig gepasst. Besser machten des die Uhlbacher, die nach einem Abwehrfehler auf der rechten Sportfreunde-Seite ungestört vors Tor passen konnten, wo sich Denis Ortlieb die Ecke aussuchen konnte. Sportfreunde-Keeper Sebastian Neid war ohne Chance.
Immerhin ist die Moral der Sportfreunde zu loben. Auch nach dem Gegentreffer ließen sie die Köpfe nicht hängen und warfen – mit Erfolg – alles nach vorne.

Sportfreunde Stuttgart: Neid – Keil (75. Ocho), Schlabitz, Hartmann, Schimmang – Hannemann, Rösch, Mutschler, Eisenmann (75. Velásquez), Popp (55. Dr. Bökeler) – Löffler

Tore: 0:1 Ortlieb (70.), 1:1 Hartmann (90. +2)

Schiedsrichter: Caner Kaygisiz
Die 2. Mannschaft spielte nach einer ganz starken 1. Hz. nur 1:1 nachdem viele Chancen nicht genutzt wurden. Torschütze Arthur

11. Spieltag: Sport Kultur Stuttgart – Sportfreunde Stuttgart 0:0 (0:1)

Happy Punch in letzter Minute
Domi Hannemann trifft Sekunden vor Schluss zum 1:0 gegen Sportkultur

Die Sportfreunde haben die Aufholjagd eröffnet: Das Nachholspiel bei Sportkultur (vormals FC Wangen) gewannen die Grünen glücklich mit 1:0 (0:0). Das Tor des Tages erzielte Dominique Hannemann mit allerletzter Kraft mit einem Schuss aus 16 Metern, der unhaltbar für Wangens Keeper Martin Welking in der vom Schützen aus gesehenen linken unteren Ecke einschlug. Sekunden zuvor hatte Welking einen Freistoß von der Strafraumgrenze noch bravourös um den Pfosten gelenkt.
Das erste Nachholspiel vor Beginn der offiziellen Rückrunde war allerdings nicht dazu angetan die Fans zu erwärmen. Lediglich in der ersten Viertelstunde spielten die Sportfreunde schnell über die Flügel und hatten auch durch Torsten Popp eine Mega-Chance, doch der blonde Franke, im Hauptberuf Cheftrainer der STG Geroksruhe kam nicht richtig hinter den Ball, Danach verflachte das Spiel. Beide Teams hatten über die gesamte Distanz keine ernsthafte Chance mehr.
Sportfreunde-Trainer Jürgen Weigold rügte denn auch die fehlende Kondition und Spielpraxis seiner Protagonisten. Da sich aber auch die Wangener nach der langen Winterpause nicht als Konditionswunder entpuppten, plätscherte das Spiel bis auf die extrem spannende Schlussphase so vor sich hin.

Sportfreunde: Neid – Otto, Hartmann, Keil, Schimmang – Mutschler, Popp, Velázquez (60. Schlabitz), Eisenmann – Löffler, Hannemann

Schiedrichter: Stephan Dietrich

Die 2. Mannschaft erkämpfte sich glücklich mit dem letzten Aufgebot ein 1:1 gegen die Zweite von Sport Kultur Stuttgart

 

10. Spieltag: TSV Zazenhausen – Sportfreunde Stuttgart 1:1 (0:0)

Glücklicher Punktgewinn in Zazenhausen
Das war ganz schön eng: Mit dem allerletzten Aufgebot holten die Sportfreunde beim TV Zazenhausen 1:1 (0:0) – und das, obwohl sie selbst kein Tor schossen.
Noch immer ist das Lazarett der Sportfreunde prall gefüllt. Mit dem langzeitgesperrten Veit Eberl fehlten insgesamt neun Leistungsträger, und so war Trainer Jürgen Weigold froh, dass sich mit Sebastian Sachs wenigstens ein Stürmer zurückmeldete. Aber auch der junge Tennis-Profi konnte nicht die erhofften Impulse setzen.
Die Sportfreunde erspielten sich gegen die rauhbeinigen Zazenhauser in der ersten Hälfte ein leichtes Übergewicht an Chancen. In der 14. Minute schoss Stephan Appel aus halbrechter Position aufs Zazenhausener Tor, aber der ebenso übergewichtige wie souveräne Torwart Denis Neumann parierte locker. In der Folge vertändelten die Degerlocher zu häufig den Ball im Mittelfeld. Domi Hannemann versuchte sich auf der Spielmacherposition als Alleinunterhalter und die Spitzen Sachs und Augusto Velázquez blieben stumpf. Die zahlreichen Freistöße wurden meist zu lasch vors Tor geschlagen. Es gab zwar einige Möglichkeiten per Kopf zum Erfolg zu kommen, aber echte Kopfballungeheuer sucht man in den Reihen der Degerlocher Stürmer vergeblich.
In der zweiten Hälfte kam dann Zazenhausen immer besser ins Spiel. Aber eine der wenigen Konterchancen der Sportfreunde krönte Denis Belschner mit einem fulminanten Eigentor (59.). In der Folge kurbelte der Rechtsverteidiger mit der Pferdelunge unermüdlich das Spiel an, wollte seinen Fehler wieder gutmachen. Aber die Innenverteidigung der Freunde stand sicher. Kapitän Andreas Hartmann lief die Bälle gekonnt ab, und Torsten Popp spielte den Fels in der Brandung. Kam dennoch mal ein Ball aufs Tor, hielt Seba Neid souverän. Neun Minuten vor Schluss aber versalzte Daniel Schindler dem Koch im Sportfreunde-Dress die Suppe und traf aus gut 25 Metern. Da gab’s nichts zu halten.
Coach Jürgen Weigold kann nur hoffen, dass sich sein Lazarett langsam leert. Ansonsten drohen die Sportfreunde ins Mittelmaß zurückzufallen.
TV Zazenhausen: Neumann – Belschner, Pascal Lechner, Philipp Lechner, Insinger – Sperr, Widmer, Gritza, Scholpp – Markus Neumann (62. Albrecht), Schindler.
Sportfreunde Stuttgart: Neid – Wunsch, Hartmann, Popp, Schimmang – Keil, Ocho – Hannemann – Appel, Sachs (60. Kurz), Velázquez (80. Schlabitz)
Schiedsrichter: Sascha Conrad
Tore: 0:1 Belschner (59./ET), 1:1 Schindler (81.)

Die II. Mannschaft spielte 2:2 nach einer sehr guten 1. HZ musste man doch in der 2. HZ mit dem Punkt zufrieden sein….Torschützen….Inge und Arthur

 

9. Spieltag : Sportfreunde Stuttgart – Vfb Obertürkheim -:- (Ausgefallen)

Aufgrund Dauerregens waren die Sportplätze nicht bespielbar und der Schiedsrichter musste die Partien absagen.

 

8. Spieltag: SV Eintracht Stuttgart – Sportfreunde Stuttgart 1:4 (1:1)

Sportfreunde dominieren die Mutter aller Derbies – 4:1 bei der Eintracht

Rein nach der Tabelle wäre es ein recht ungleiches Match gewesen: Der Drittletzte empfängt den Ersten. Aber Papier ist geduldig, vor allem wenn wie bei den Sportfreunden mit dem gesperrten Spielmacher Veit Eberl und den teils schwer verletzten Jakub Herm-Zahlava, Hendrik Eisenmann, Gregor Rustige, Louk und Kevin Sorensen gleich sechs Leistungsträger fehlen. Und doch setzte sich die dezimierte Sportfreunde-Elf bei der Eintracht verdient mit 4:1 (1:1) durch und eroberte durch den Sieg die Tabellenspitze.
Für die Mutter aller Degerlocher Derbies musste Trainer Jürgen Weigold angesichts der Verletztenliste tief in die Wundertüte greifen. Und er hatte ein glückliches Händchen: Tobias Mutschler und Dr. Ulf Bökeler bildeten eine solide Zentrale, wobei sich der lauf- und kampfstarke Orthopäde mit einem einem feinen Füßchen aufwartete und sich als genialer Vorbereiter entpuppte. Drei der vier Tore bereitet der ehemalige Klasse-Eiskunstläufer vor. Und weil auch die durcheinander gewürfelte Abwehr um Kapitän Andreas Hartmann sicher stand. hatte die spielerisch stark limitierte Eintracht nur nach Standardsituationen so etwas wie Chancen. Aber das wenige, das aufs Tor kam, meisterte Seba Neid sicher. Am Ausgleichstreffer im Anschluss an ein Gewurstel nach einem Freistoß traf ihn keine Schuld.
Wunderbar dagegen die Tore der Sportfreunde: Das 1:0 leitete Doc Bökeler mit einem langen Ball auf Sebastian Sachs ein, der uneigennützig dem besser postierten Torsten Popp auflegte, so dass Poppi nur den Fuß hinhalten musste. Beim 2:1 unmittelbar nach dem Wiederanpfiff spielte der Doc mustergültig Domi Hannemann frei. Das 3:1 legte Sebastian Sachs nach einem Konter dem eingewechselten Stephan Appel auf, der aus halbrechter Position keine Mühe hatte, einzunetzen. Das 4:1 erzielte Basti Sachs mit einem gefühlvollen Heber, nachdem er wiederum von Ulf Bökeler sensationell bedient worden war.
In der letzten Viertelstunde feierte Augusto Velasquez einen viel beachteten Einstand. Pech nur, dass ihm kurz vor Schluss nach schöner Einzelleistung beim Torschuss der Ball versprang.

Eintracht: Conradt – Tatar, Provenzano, Kalaitidis, Heller – Pagano, Reichert, S., Reichert, M.,Memiel – Attinsog, Gülüm
Sportfreunde: Neid – Wunsch, Otto, Hartmann, Schimmang – Rösch (90. Kurz), Dr. Bökeler, Popp (46. Appel), Mutschler – Hannemann, Sachs (72. Velasquez)
Tore: 0:1 Popp (14.), 1:1 Tatar (34.), 1:2 Hannemann (46.), 1:3 Appel (65.), 1:4 Sachs (68.)
Beste Spieler: Martin Reichert – Dr. Ulf Bökeler, Sebastian Sachs, Andreas Hartmann

Die II . Mannschaft kam bei der erstarkten Mannschaft von Makedonia mit 1: 7 unter die Räder

7. Spieltag: Sportfreunde Stuttgart – Beograd Stuttgart : Ausfall wegen Wintereinbruch

6. Spieltag: SV Gablenberg – Sportfreunde Stuttgart 1:1 (0:1)
Daran, dass das 1:1 zwischen dem SV Gablenberg und den Sportfreunden Stuttgart ein gerechtes Ergebnis darstellt, gibt es keinen Zweifel. Zu dominant und aggressiv spielte die Elf von Carmine Napolitano in der zweiten Hälfte, scheiterten aber immer wieder am überragenden Sebastian Neid, während die Freunde in den zweiten 45 Minuten nur eine nennenswerte Chance verbuchen konnte. Dass aber der Ausgleich in der fünften Minute der Nachspielzeit durch einen umstrittenen Handelfmeter fiel, war aus Sucht der Degerlocher mehr als unglücklich. Und so ist es zwar nicht entschuldbar aber immerhin verständlich, dass nach dem verwandelten Strafstoß Christian Schimmang wegen verbaler Entgleisungen gegen Schiedsrichter Latif Husaini und Veit Eberl wegen eines groben Frust-Foulspiels den Platz Sekunden vor dem Abpfiff verlassen mussten.

60 Minuten lang hatte der Unparteiische das Spiel souverän im Griff gehabt, ein Spiel, das absolutes gutes Bezirksliga-Niveau hatte. Aber urplötzlich pfiff der Schwarzkittel seine bisher überragende Leistung mit krassen Fehlentscheidungen zunichte. Natürlich ist es schwer, in einer so rasant geführten Partie ohne Assistenten an der Linie auskommen zu müssen, nachvollziehbar ist der Leistungsabfall des Schiedrichters aber nicht.

Ebenfalls schwer nachvollziehbar ist, welche Probleme das defensive Mittelfeld und die Abwehr der Sportfreunde in der zweiten Hälfte gegen die von ihrem Trainer Napolitano sehr gut eingestellten, aggressiv attackierenden Gablenberger hatten. Hendrik „Air“ Eisenmann gewann zwar wie gehabt jedes Kopfball-Duell, die Innenverteidiger Torsten Popp und Andreas Hartmann liefen perfekt die Bälle ab, doch Balleroberungen folgte umgehend der Ballverlust. Zu unkonzentriert und lässig waren die Versuche, die schnellen Spitzen zu bedienen. Veit Eberl führte gewohnt souverän Regie, doch auch er war gegen Ballverluste nicht gefeit.

Dabei hatte das Spiel für die Degerlocher perfekt begonnen. Vom Anpfiff an machten die Sportfreunde Druck, und in der sechsten Minute erreichte Veit Eberl mit einem öffnenden Pass den jungen Sebastian Sachs, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Wenige Minuten später hatten die Grünhosen nach einer Ecke von Christian Schimmang gleich zweimal die Riesenchance, das Ergebnis zu optimieren, aber der – wie sein Gegenüber – starke Gablenberger Keeper Maik Abdelaziez, der aus der Sportfreunde-Jugend kommt und bei den Aktiven lange das Tor gehütet hat, machte die Chance zunichte.

Im Kampf um Platz 1 ist wegen des Unentschiedens des Tabellenführers gegen Eintracht Stuttgart nichts passiert. Bedauerlich ist nur, dass Veit Eberl einige Wochen fehlen wird, Veit Eberl, der nach dem Platzverweis einen zweiten Schock verdauen musste, als „sein“ HSV gegen den VfB Stuttgart unterging.

0:1 Sachs (6.), 1:1 Handelfmeter (90. + 5)

Sportfreunde Stuttgart: Neib – Ocho, Hartmann, Popp, Schimmang – Schlabitz, Eberl, Mutschler, Eisenmann – Herm-Zahlava (8o. Wunsch) – Sachs (90. Appelt)

Rote Karte: -/Eberl (90. +7), Gelb-Rot: Schimmang (90. +5)

Die II. Mannschaft holte nach zweimaligem Rückstand einen 3-2 Auswärtssieg bei einem der Aufstiegsfavoriten, nämlich Gablenberg II .

Der ganzen Mannschaft hiermit ein großes Lob!!!!!!!

 

5. Spieltag: Sportfreunde Stuttgart – VFL Stuttgart 4:0 (1:0)

4:0 – Sportfreunde betreiben gegen den VfL Wiedergutmachung
Nicht nur Trainer Jürgen Weigold („Kompliment, Jungs, das war ganz stark“) strahlte nach dem 4:0 (1:0) über den erwartet starken VfL Stuttgart. Auch Notar und Sportfreunde-Urgestein Hagen Krzywon, der dem Team eine neuen Trikotsatz spendiert hatte, war rundum zufrieden. Und offensichtlich waren auch die Cannstatter von den neongrünen Hosen und weißen Trikots geblendet, denn sie beschränkten sich vorerst auf eine Vollversammlung in der eigenen Hälfte.
Eine halbe Stunde lang fanden die Sportfreunde keine Mittel gegen die tief stehende und gut gestaffelte Abwehr, zumindest solange, bis die schnellen Stürmer endlich den Turbo zündeten. Stephan Appelt und Sebastian Sachs boten sich nach jeweils sensationeller Vorarbeit des überragenden Veit Eberl Großchancen fast im Minutentakt. Doch Appelt zielte aus halbrechter Position knapp vorbei, und Sachs scheiterte freistehend mit einer Volleyabnahme und einem Kopfball. In der 40.Minute war’s dann so weit: Christian Schimmang spielte einen Traumpass auf Hendrik Eisenmann, der erneut seine Knipserqualitäten bewies.
In der zweiten Hälfte musste der VfL zwangsläufig die Abwehr lockern und kam etwas näher ans Tor der Degerlocher, die jedoch hoch und solide verteidigten. Und kam mal tatsächlich ein Cannstatter, meist bedient vom starken Mittelfeldmotor Muhammad Alami, in die Nähe des Sportfreunde-Tores, wurde er entweder vom pfeilschnellen Kapitän Andreas Hartmann abgelaufen oder fand seinen Meister in Keeper Sebastian Neid.
Das Offensivspiel des VfL eröffnete den Sportfreunden Räume, die sie auch nutzten. Scheiterte Veit Eberl in der 65. Minute noch mit dem Außenrist (!), netzte er in der 71. Minute etwas glücklich ein. Danach war der Bann endgültig gebrochen. „Schimmi“ Schimmang traf nach selbstloser Vorbereitung von Sebastian Sachs zum 3:0 (75.), das 4:0 erzielte der eingewechselte Alexander Kurz in Minute 89. Mit diesem Sieg kletterten die Sportfreunde auf Platz zwei. Lediglich vier Tore trennen sie vom Platz an der Sonne, den jetzt die SG Untertürkheim einnimmt.
Stand eine Woche zuvor noch ein recht trostloser Haufen auf dem Untertürkheimer Kunstrasen, gab es gegen den VfL keine Ausfälle. Alle 14 eingesetzten Spieler machten einen tollen Job. Bestnoten verdienten sich neben Veit Eberl auch Andreas Hartmann und Tobias Mutschler. Allen anderen Akteuren gebührt die Note 2. Bleibt zu hoffen, dass Trainer Jürgen Weigold kommenden Sonntag bei Verfolger Gablenberg eine ähnlich gute Mannschaft aufbieten kann. Dann bietet sich die große Chance, sich von den Verfolgern etwas abzusetzen und den Tabellenführer den heißen Degerlocher Atem spüren zu lassen.

Sportfreunde Stuttgart: Neid – Otto, Hartmann, Popp, Rustige – Mutschler, Eberl, Eisenmann, Schimmang (78. Schlabitz) – Appelt (70. Wunsch), Sachs (80. Kurz)
Schiedsrichter: Ömer Gül
Tore: 1:0 Eisenmann (40.), 2:0 Eberl (71.), 3:0 Schimmang (75.), 4:0 Kurz (89.)

 

Die II. Mannschaft spielte in nach einer Katastrophen-Halbzeit 1:2 und vergab mal wieder mehrere 1000 % Chancen, so dass erneut nicht gewonnen wurde. Dafür bejubelte Arthur Nowak sein 1. Saisontor, welches auch das schwierigste aller möglichen Tore war.

 

4. Spieltag: SG Untertürkheim – Sportfreunde Stuttgart 3:0 (1:0)

Rumpf-Team geht bei SGU unter
Die Liste der verletzten oder verhinderten Spieler war lang. Und so kam’s wie’s kommen musste. Die Sportfreunde unterlagen der SG Untertürkheim 0:3 (0:2) – eine Niederlage, die schmerzte, aber angesichts der Personalnot verständlich war. Eine knappe Viertelstunde konnten die Sportfreunde das Spiel einigermaßen ausgeglichen gestalten, bis in der 14. Minute ein „Hurgler“ aus 30 Meter unter dem Degerlocher Keeper durchrutschte. Mit Glück und großen Kampfgeist verhinderten die Freunde in der ersten Hälfte weitere Gegentreffer.
Unmittelbar nach der Pause erhöhte SDU nach einer ansprechenden Kombination auf 2:0. Fast im Gegenzug hatte der angeschlagene Sportfreunde-Spielmacher Veit Eberl freistehend den Anschlusstreffer auf dem Schlappen, doch statt einfach draufzuhalten wollte er mit dem rechten Außenrist punkten – knapp vorbei. Dafür schossen die Untertürkheimer in der 57. Minute das 3:0, und die „Grünen“ konnten von Glück sagen, dass die Jungs aus der Neckarvorstadt, selbst beste Chancen ausließen.

Die II. Mannschaft spielte seit vielen Jahren mal wieder 0:0

Die Partie war Höhepunktarm und man kann nur hoffen, dass am nächsten Sonntag endlich ein Dreier folgt.

 

 

3. Spieltag: Sportfreunde Stuttgart – PSV Stuttgart 1:0 (0:0)

Hart umkämpftes 1:0 im Spitzenspiel gegen PSV Stuttgart

Die Jungs des PSV waren offensichtlich vorgewarnt: Vom Anpfiff des sehr guten Schiedsrichters René Bauder an, beschränkten sich die Blauen aus Bad Cannstatt auf die wohl geordnete Defensive. So taten sich die Sportfreunde, die auf ihre zwei schnellen Spitzen Louk Sorensen (Kopfverletzung nach innerstädtischem Wettrennen) und Dominik Hannemann (Mandeloperation) verzichten mussten, sehr schwer. Der Ball lief wie gewohnt, Veit Eberl überragte als Ballverteiler, die Grünen hatten gefühlte 90 Prozent Ballbesitz. Aber so richtig gefährlich vors gegnerische Tor wollten sie gegen die mit elf Mann verteidigenden Cannstatter nicht kommen. Die Stürmer Jakub Herm-Zahlava und Hendik Eisenmann, beide offenichtlich mit Pferdelungen ausgestattet, liefen zwar gewaltige Strecken (Jakub: „Ich glaube, ich bin heute einen Halbmarathon gelaufen“), blieben aber zunächst wirkungslos. Klare Torchancen: Fehlanzeige.

Das sollte sich in der zweiten Hälft ändern, als den PSV-Spielern etwas die Luft ausging und sich so mehr Räume auftaten. In der 62. Minute war’s dann so weit: Veit Eberl spielte Hendrik Eisenmann mit einem Sensationspass frei und der lange Mittelstürmer behielt die Nerven und verwandelte eiskalt. Kurz darauf bot sich dem „Iron Man“ noch eine gute Kopfball-Chance, doch die Kugel strich über die Latte. In der 80. Minute bot sich Eberl nach einem spektakulären Solo eine Mörder-Chance, doch der gebürtige Hamburger war im Abschluss zu lässig. Hätte er statt des Außenrists den Vollspann gewählt, wäre das 2:0 in trockenen Tüchern gewesen. So blieb’s beim 1:0 für den alten und neuen Spitzenreiter. Trainer Jürgen Weigold lobte den Kampfgeist seines Teams und hofft nun, im nächsten schweren Auswärtsspiel bei der SG Untertürkheim zumindest wieder auf seinen Goalgetter Louk Sorensen zurückgreifen zu können.

Torschütze: Eisenmann (62.)
Aufstellung Sportfreunde

Neid – Rustige, Hartmann, Popp, Schimmang – Dr. Böckeler, Eberl, Mutschler – Herm-Zahlava (90. Wunsch), Eisenmann, K. Sorensen (56. Käppler)

Das Spiel der II. Mannschaft musste ausfallen, da kein Schiedsrichter da war und die PSV´ler mit einem anderen Schiri nicht antreten wollten….dann viel Spass im Nachholspiel auf der Scholle……

 

2. Spieltag: Ermis Metanastis Stuttgart – Sportfreunde Stuttgart 2:8 (1:4)

Inakzeptable Leistung

Nach dem Punktgewinn am vergangenen Wochenende im Spiel gegen die SportKultur Stuttgart (1:1) hatte Ermis die Sportfreunde Stuttgart zu Gast. Es entwickelte sich von Anfang an ein packendes Spiel mit vielen Torchancen. Die gut aufgestellten Gäste kamen vor allem über die schnellen Außenstürmer immer wieder gefährlich vor das griechische Tor. So gelang nach einer feinen Einzelleistung über die rechte Außenbahn die Führung für die Sportfreunde. Alle Ermis-Abwehrspieler, inklusive Torwart, rechneten mit einem Rückpass des bis auf die Grundlinie vorgerückten Stürmers. Dieser allerdings schob lässig aus spitzem Winkel den Ball in das Gehäuse. Die Antwort der Gastgeber kam prompt. Nach einem Eckball köpfte Sanozidis den Ball unhaltbar in die gegnerischen Maschen. Der Toregleichstand hielt jedoch nicht lange an. Innerhalb weiterer 15 Minuten konnten die Sportfreunde drei Treffer erzielen, davon zwei per Kopf nach Standardsituationen. Die sonst so gut aufgestellte Abwehr war nicht wiederzuerkennen. So ging es mit einem 1:4-Rückstand in die Kabinen. Die zweite Hälfte war aus Sicht der Gastgeber ein Spiegelbild der ersten. Ermis Metanastis konnte zu keinem Zeitpunkt spielbestimmend agieren. Weitere vier Gegentreffer, davon einer per Foulelfmeter, waren entsprechend die Folge. Kurz vor Spielende gelang über eine schöne Einzelleistung Carlos de Freitas noch das zweite Tor zum 2:8-Endstand. Die Schiedsrichterleistung war souverän. Das Spiel beider Mannschaften war insgesamt sehr fair. Insgesamt zeigte die ersatzgeschwächte griechische Mannschaft eine inakzeptable Leistung. Es bleibt die Erkenntnis, dass auch in der Kreisliga A ohne Fleiß kein Preis zu gewinnen ist.

Die II. Mannschaft holte nach der derben Auftaktpleite zumindestens mit einem 1:1 einen Punkt gegen die zweite Mannschaft von Ermis. Erwähnenswert ist, dass erneut ein Elfmeter vergeben und somit der 1. Sieg gegen einen schwachen Gegner nicht geschafft wurde.

 

1. Spieltag: Sportfreunde Stuttgart – TB Untertürkheim 3:1 (0:0)

Auftakt nach Maß Sportfreunde schlagen TBU 3:1

Die Revanche ist geglückt: Gewann Untertürkheim das letzte Spiel der letzten Saison noch 5:2 und rettete sich damit vor dem Abstieg, drehten die Sportfreunde zur Saisoneröffnung 2012/2013 den Spieß um und gewannen hochverdient mit 3:1. Die Tore teilten sich die Brüder Sorensen, wobei „Joker“ Kevin zweimal erfolgreich war. Allerdings hätte der Sieg bei einer besseren Chancenverwertung wesentlich höher ausfallen müssen. Von Beginn an zogen die Grünen ihr in der Liga gefürchtetes Kombinationsspiel auf, das Bällchen lief munter von einer Station zur anderen, Spielmacher Veit Eberl spielte Hacke, Spitze, Tralalla, One-Touch-Fußball war angesagt. Kurz: Die Sportfreunde machten ihrem Prädikat „Barça der Kreisliga“ alle Ehre. Und aus dem „Degerlocher Kreisel“ ging der Ball immer wieder steil auf die beiden pfeilschnellen Spitzen Kevin Sorensen und Dominic Hannemann. Was die beiden Jungs aber an Chancen in der ersten Hälfte liegen ließen, hätte normalerweise zu Siegen in vier Spielen gereicht. Prunkstück in der ersten Hälfte war das Mittelfeld, in dem es keinen Schwachpunkt gab. Allerdings hatte der etwas übereifrige Jakub Herm-Zahlava Glück, dass ihn der junge Schiedsrichter (Ein Zuschauer: „Verein Krabbelgruppe Sonnenberg“) mit der roten Karte verschonte. Um Gelb-Rot auszuschließen nahm Trainer Jürgen Weigold das „Kampfschwein“ nach dem Wechsel vom Platz und ersetzte ihn durch Neuzugang Steffen Otto. Den glücklosen Dominic Hannemann ersetzte der leicht angefressene Kevin Sorensen, den der Coach zusätzlich motivierte: „Du kannst mich gerne dafür bestrafen, dass du nicht in der Startelf standest.“ Die Strafe folgte auf dem Fuß: Das Spiel war kaum angepfiffen, als Kevin eine sehenswerte Kombination mit einem humorlosen Torschuss abschloss. Bedingt durch die Auswechslungen musste Jürgen Weigold die taktische Grundformation ändern: Gregor Rustige kehrte von der Außenverteidigerposition auf die Doppelsechs zurück. Hendrik Eisenmann rückte ins Sturmzentrum und Tobias Mutschler, der zweite Neuzugang, wechselte von der Außenbahn die Zentrale. „Mutsch“ machte übrigens wie sein Kollege Otto ein ganz starkes Spiel. Nachdem er in der ersten Hälfte auf dem linken Flügel eine Art Kleinkunstbühne für eine Ein-Mann-Show errichtet hatte, zeigte Ex-Tennis-Profi Louk Sorensen nach dem Wechsel, dass er durchaus ein Team-Player sein kann. Und dass er auch ein richtig „feines Füßchen“ hat: Einen Freistoß zirkelte er in der 68. Minute von der Strafraumgrenze über die Mauer unhaltbar für den guten TBU-Keeper zum 2:0 ins Netz – ein Tor der Extraklasse. Das Spiel war entschieden. Und weil Louks Bruder Kevin den Coach so richtig „bestrafen“ wollte, knipste er gut zehn Minuten später zum 3:0. Der Gegentreffer war dann ein richtiges Seba-Tor: Der Ball segelte aus 35 Metern gefühlte zwei Stunden lang aufs Sportfreunde-Tor, Sebastian Neid reagierte nicht, im Glauben, die Kugel würde auf den Tennisplätzen landen. Doch die perfide Kugel senkte sich just in dem Augenblick, als sie den erstarrten Herrn Neid passiert hatte, ins Netz – ein Schönheitsfehler, mehr nicht. Aufstellung: Neid – Rustige, Hartmann, Popp, Schimmang – Mutschler (75. Rösch), Eisenmann, Herm-Zahlava (46. Otto), Eberl – Hannemann (46. Kevin Sorensen), Louk Sorensen Tore: 1:0 Kevin Sorensen (46.), 2:0 Louk Sorensen (55.), 3:0 Kevin Sorensen (68.), 3:1 (85.) Beste Spieler: Hartmann, Mutschler, Kevin Sorensen, Eisenmann